Bürgerbegehren Wärmewende Karlsruhe

Ort
Karlsruhe
Kategorie
Energiewende
Machen wir Karlsruher Fernwärme klimaneutral!
Wärmewende Karlsruhe

Die Wärmewende Karlsruhe hat sich 2023 gegründet, um für eine erneuerbare Fernwärme in Karlsruhe zu kämpfen. Die Initiative ist dabei im Gespräch mit diversen Gruppen in Karlsruhe, der Stadtpolitik und den Stadtwerken. Derzeit ist die Wärmeversorgung denkbar fossil: 34 Prozent der Fernwärme werden im örtlichen Kohlekraftwerk erzeugt, 6 Prozent in Gaskraftwerken, die restlichen 60% stammen aus industrieller Abwärme. Hauptquelle ist hier die Erdölraffinerie "Miro", die in einer klimaneutralen Zukunft nicht mehr existieren wird, da wir dann kein Erdöl mehr brauchen. 100% der derzeitigen Wärmequellen müssen also durch erneuerbare Energien ersetzt werden.

Über den Gemeinderat können wir Einfluss nehmen, wie sich das Fernwärmenetz in Karlsruhe weiterentwickelt. Zunächst geht es also darum, mit möglichst vielen BürgerInnen, Gemeinderatsmitgliedern sowie den Stadtwerken ins Gespräch zu kommen, um die besten Optionen zur Dekarbonisierung des Netzes auszuloten. Forderungen, die dabei erstmal auf Widerstand stoßen, unter den BürgerInnen aber eine breite Unterstützung haben, können dann auch als Bürgerentscheid umgesetzt werden. Ein Bürgerentscheid ist ein wirkungsvolles Mittel der direkten Demokratie, mit dem BürgerInnen kommunalpolitische Entscheidungen selbst treffen können.

Wieso gerade die Fernwärme?

  1. 80% der Stadtwerke gehören der Stadt. Darüber hat der Gemeinderat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschäftsführung der Stadtwerkeund deren Zielsetzung. Durch einen Bürgerentscheid haben wir BürgerInnen die Möglichkeit, uns direkt für eine CO2-freie Fernwärme auszusprechen.
  2. Neben der Stromversorgung müssen wir auch in der Wärmeversorgung eine Wende schaffen – nicht nur über die Umrüstung in einzelnen Haushalten, sondern auch über die systematische Bereitstellung von Fernwärme. Das können wir nur zusammen!
  3. Andere Städte z.B. München, Wien und Flensburg machen es vor: CO2-frei mithilfe von Großwärmepumpen, industrieller Abwärmenutzung oder Geothermie gekoppelt mit Speicheranlagen. Diese Optionen stehen auch Karlsruhe offen – und ein großes Fernwärmenetz steht dazu schon bereit!

Ansprechperson

Luisa Burgmer

"Die Karlsruher Bürger:innen haben es in der Hand: Die Wärmeversorgung gehört zu den Bereichen mit den größten CO2-Emissionen, dabei wäre eine CO2-freie Fernwärme durchaus möglich!"

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